
Historischer Meilenstein der interkommunalen Kooperation in der JadeBay-Region
Erstmals kamen alle Bürgermeister und Landräte der 24 Städte und Gemeinden aus Wittmund, Friesland, Wilhelmshaven und der Wesermarsch sowie die entsprechenden Hauptverwaltungsbeamten als JadeBay-Region zusammen, um ihrer gemeinsamen Wirtschaftsförderung einen weiteren deutlichen Schub zu geben.
Wilhelmshaven, 11. Juni 2010 – Am 9. Juni konstituierte sich der Regionalbeirat der JadeBay-Region im Vareler Waldschlösschen Mühlenteich. Als Beratungs- und Unterstützungsgremium wird dieser Beirat die JadeBay GmbH Entwicklungsgesellschaft, als interkommunale Standortmarketinggesellschaft und Wirtschaftsförderung der Region, begleiten und befruchten.
Der Regionalbeirat dient dem Austausch, neuen Anregungen und einer balancierten Zusammenarbeit aller 24 JadeBay-Städte und -Gemeinden. Seine Konstituierung demonstriert eindrucksvoll die Bereitschaft aller beteiligten Städte und Gemeinden, die JadeBay-Wachstumsregion, die sich schon heute auf Augenhöhe mit den Wachstumsregionen wie der Ems-Achse oder der Hansalinie befindet, gemeinsam weiter voranzubringen und zu vermarkten: aus der Region, für die Region. Der Regionalbeirat wird zwei- bis dreimal im Jahr tagen, das nächste Mal Anfang November.
Als Vorsitzender des Regionalbeirates wurde Wittmunds Bürgermeister Rolf Claußen, zu seinem Stellvertreter Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner gewählt. Beide verdeutlichten im Pressegespräch die Notwendigkeit und auch das Ziel in alle Aktionen immer den regionalen Zusammenhang hineinzubringen und appellierten an großräumiges Denken für mehr regionale Schlagkraft. So entsteht der JadeWeserPort zwar in Wilhelmshaven, seine Bedeutung strahlt aber in die gesamte Region aus und die infrastrukturelle Anbindung ist ein Thema für die gesamte Region. Ebenfalls sind trotz Individualität der Kommunen alle Partner von denselben zukünftigen Einflussfaktoren betroffen: demographischer Wandel, Werbung um die besten Arbeitskräfte für erfolgreiche Unternehmen und den zunehmenden Wettbewerb um Arbeit und Wohlstand. „Unter dem Motto „Kooperation statt Eifersucht“ geht es jetzt um die Errichtung von regionalen Leuchtturmprojekten statt nur um Kirchturmpolitik.“, so der Regionalbeiratsvorsitzende Claußen.
Bis zur nächsten Beiratssitzung im November nimmt die einmalige Zusammenarbeit von 24 Bürgermeistern und den Landräten der beteiligten Gebietskörperschaften durch die Einrichtung sechs sog. Kommunikationsforen ganz konkret Form an. Diese Foren ergeben sich aus den regionalen Branchenschwerpunkten, wie Sie im Gutachten „Regionales Standortmanagement-Konzept für den Jade-Weser-Raum“ von NIW (Niedersächsisches Institut für Wirtschaftsforschung) und NORD/LB Regionalwirtschaft (Norddeutsche Landesbank Girozentrale) festgelegt wurden und schließen zusätzlich ein Forum zur Ausarbeitung des regionalen Gedankens. Jeder Bürgermeister und jeder ehrenamtliche Kommunalpolitiker hat sich für die Mitarbeit in einem der sechs Foren entschieden.
Die nun noch stärker werdende Vernetzung der Gemeinden mit der JadeBay GmbH sowie untereinander wurde von allen Teilnehmern sehr begrüßt. Auch wenn die Region in wirtschaftlichen Teilbereichen interkommunal auch heute schon recht gut aufgestellt ist, z. B. Bildung von Kompetenzzentren, Initiierung des Qualifizierungsnetzwerkes „QualiMare“ für die maritime Verbundwirtschaft oder Machining Innovations Network e. V. für Zerspanungstechnologie vor allem im Luftfahrzeugbau, so muss doch auch die Vernetzung der Kommunen noch größer werden. Die Kommunen sind als Träger des Ganzen gefordert, durch ihre Unterstützung wird der Regionalbeirat zu einem schlagkräftigen Instrument.
„Der Wirtschaftsraum JadeBay muss zusammenhängend gesehen werden. Ansiedlungsinteressierte und investitionswillige Unternehmen richten sich nicht nach kommunalen Grenzen.“, so Claußen. „Die regionale Wahrnehmung und Geschlossenheit sind oberste Prämisse für alle Akteure in den Landkreisen Wittmund, Friesland und Wesermarsch sowie der kreisfreien Stadt Wilhelmshaven im Sinne einer vitalen Region mit größtmöglicher Wertschöpfung.“
Neben der handfesten kommunalen Unterstützung durch den Regionalbeirat wird die Arbeit der JadeBay GmbH Entwicklungsgesellschaft zukünftig auch auf wirtschaftlich-fachlicher Ebene durch die Konstituierung eines Fachbeirates unterstützt. Noch in der zweiten Jahreshälfte wird dieses Gremium mit Wirtschaftsakteuren der regionalen Leitbranchen seine Arbeit aufnehmen.
So steht der erfolgreichen Arbeit der JadeBay GmbH jetzt nichts mehr im Wege. „Das neue Konstrukt JadeBay wird sich jetzt beweisen“, so Landrat der Wesermarsch, Michael Höbrink. „Die JadeBay-Region muss national und international wahrgenommen werden. Mit Detlef Breitzke als Geschäftsführer zweifle ich aber nicht daran, dass das auch gelingen wird.“ Ähnlich sieht das auch Frieslands Landrat Sven Ambrosy: „Unsere Chance ist jetzt einmalig, packen wir es an. Attacke!“


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