Ausschreibung "Unternehmen und Verwaltungen der Zukunft - Mitarbeiterorientierte Personalpolitik als Schlüssel für Innovations-, Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit"

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat im Rahmen der Initiative "Neue Qualität der Arbeit" eine aktuelle Ausschreibung "Unternehmen und Verwaltungen der Zukunft - Mitarbeiterorientierte Personalpolitik als Schlüssel für Innovations-, Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit" veröffentlicht.

Angestrebt wird die Gestaltung einer modernen, zukunftsfähigen Arbeitswelt in Unternehmen und Verwaltungen.

Gefördert werden max. dreijährige Projekte, die dazu beitragen, anwendungsbezogenes Wissen zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit und der Förderung der Beschäftigungsfähigkeit zu generieren und zu verbreiten. Die Projekte müssen schwerpunktmäßig einem der folgenden vier personalpolitischen Handlungsfelder zugeordnet sein:

  • Personalführung
    (Mitarbeiterorientierte, lebensphasenorientierte und motivierende sowie innovationsfördernde Arbeitsorganisation und Unternehmenskultur)
  • Chancengleichheit und Diversity
    (Vielfalt in jeglicher Hinsicht, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, u. a. Betreuung von Kindern und Pflege von Angehörigen, Inklusion aller Personen im erwerbsfähigen Alter)
  • Arbeitsfähigkeit und Gesundheit
    (Maßnahmen zur Verringerung / Vermeidung arbeitsbedingter Belastungen / Gefährdungen, Stärkung der organisatorischen und individuellen Bewältigungsfähigkeit)
  • Wissens- und Kompetenzmanagement
    (Intergenerationeller Wissenstransfer, lebenslanges Lernen im Betrieb)

Vorrangig gefördert werden u. a. Projektansätze, die zur Gestaltung "digitaler Arbeit" beitragen.

Förderfähig sind projektbezogene Personal- und Sachausgaben. Der Fördersatz beträgt i. d. R. max. 70%. Einschränkungen bzgl. der Fördersumme bestehen formal nicht. Geförderte Projekte im Rahmen der vergangenen Ausschreibungen wiesen ein Gesamtvolumen zwischen ca. 50.000 Euro und 1, 5 Mio. Euro auf.
Gemäß Rücksprache mit der Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung mbH (gsub), die für die Umsetzung des Förderprogramms zuständig ist,wurden in der vergangenen Ausschreibungsrunde rund 170 Anträge eingereicht, davon wurden ca. 10-15% bewilligt. Gesucht werden demnach qualitativ hochwertige Projekte, die einen praktischen Mehrwert vorweisen können und idealerweise "bundesweite Strahlkraft" haben.

Antragsberechtigt sind juristische Personen des privaten Rechts und Personengesellschaften, insbesondere Verbände, Vereinigungen, Interessengemeinschaften, Gewerkschaften, Stiftungen und Bildungseinrichtungen. Zudem sind auch die Aufsichten der jeweiligen Bundesländer unterliegende juristische Personen des öffentlichen Rechts antragsberechtigt sowie in Ausnahmefällen auch Forschungseinrichtungen. Darüber hinaus sind Verbundprojekte förderfähig.

In einem zweistufigen Antragsverfahren müssen Projektskizzen zunächst bis zum 28. August 2015 eingereicht werden. Ausgewählte Projektträger werden dann zur Einreichung eines förmlichen Projektantrags innerhalb eines Monats aufgefordert. Förderbeginn ist frühestens im 1. Halbjahr 2016.

ZuständigeAnsprechpartnerinnen bei der gsub sind Frau Jupé und Frau Blumenthal (Tel.: 030 / 284 09-270 bzw. -525). Nähere Informationen können bei Interesse der Bekanntmachung entnommen werden. Weitere Hinweise sowie Antragsunterlagen finden Sie im Euro-Office Intranet und auf folgender Website: www.gsub.de/projekte/fachkraeftesicherung-in-der-wirtschaft/neue-qualitaet-der-arbeit/weitere-dokumente/#c812.
Des Weiteren bietet die Projektdatenbank zur Initiative "Neue Qualität der Arbeit" einen guten Eindruck über das Programm: www.inqa.de/DE/Mitmachen-Die-Initiative/Foerderprojekte/Projektdatenbank/inhalt.html.