Wirtschaftsminister Lies stellt Perspektivpapier „HAFEN NIEDERSACHSEN 2020“ auf Niedersächsischem Hafentag vor
Investitionen auch in den Hafenstandort Wilhelmshaven geplant

Um die Wettbewerbsfähigkeit und Leistungsfähigkeit des Hafen Niedersachsen im globalen Wettbewerb sicherzustellen, realisiert das Land in den nächsten Jahren bedeutende Infrastrukturprojekte in den großen Standorten Brake, Cuxhaven, Emden und Wilhelmshaven. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Erweiterung und Verbesserung der vorhandenen Infrastruktur.

Wirtschaftsminister Olaf Lies hebt das gemeinsame Ziel einer aktiven und strategischen niedersächsichen Hafenpolitik hervor, bei der es darum geht, Standort- und Wettbewerbsvorteile des Hafen Niedersachsen auszubauen und die Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Verbundes insbesondere im Vergleich zur europäischen Konkurrenz zu stärken. Dafür stellen wir bis 2020 mehr als 194 Millionen Euro Landesmittel für den Betrieb und die Erweiterung unserer landeseigenen Häfen zur Verfügung. Zudem treiben wir den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur auf allen Verkehrsträgern kontinuierlich voran.

Investitionen in den Hafen Niedersachsen:

Um die Wettbewerbsfähigkeit und Leistungsfähigkeit des Hafen Niedersachsen im globalen Wettbewerb sicherzustellen, realisiere das Land in den nächsten Jahren weitere bedeutende Infrastrukturprojekte in den großen Standorten Brake, Cuxhaven, Emden und Wilhelmshaven, sagte Lies. Der Schwerpunkt liege dabei auf der Erweiterung und Verbesserung der vorhandenen Infrastruktur. Allein in 2016 konnten viele Großprojekte auf den Weg gebracht und abgeschlossen werden. Insgesamt investiere das Land in 2016 rund 55 Millionen Euro in seine Häfen. In Cuxhaven schreiten die Bauarbeiten der Liegeplätze 4 und 9 weiter voran. In Emden ist die Sanierung des Südkais mittlerweile abgeschlossen. Die Sanierung der Nesserlander Schleuse wird im nächsten Jahr beendet sein. Die Planungen für den Bau des Großschiffsliegeplatzes zur weiteren Stärkung des Automobilumschlages in Emden sind angelaufen. In Brake ist die Fertigstellung eines zweiten Großschiffsliegeplatzes für November avisiert. Die Sanierung der Braker Schleuse wird 2017 fortgesetzt. Das Konzept zum Bau eines zweiten Containerterminals in Wilhelmshaven liegt vor. Wachstumspotenziale im Hafen Niedersachsen sieht das Perspektivpapier insbesondere im Energiesektor, im Automobil- und Containerumschlag sowie bei den Agrarprodukten.

Positionierung auf europäischer Ebene - Kooperation und Digitalisierung:

Mit Blick auf die innereuropäische Konkurrenz der Seehäfen untereinander forderte Lies erneut eine stärkere Kooperation der norddeutschen Küstenländer und eine stärkere Positionierung auf europäischer Ebene. Wirtschaftsminister Olaf Lies: „Wir müssen und werden uns zukünftig verstärkt aktiv in Diskussionen einbringen, um unsere Interessen auf europäischer Ebene zu wahren. Dafür ist eine Kooperation der norddeutschen Küstenländer untereinander hilfreich und wichtig. Denn unsere Häfen stehen heute weniger im Wettbewerb untereinander, sondern vielmehr im europäischen Wettbewerb mit den ZARA-Häfen Zeebrügge, Antwerpen, Rotterdam, Amsterdam oder den Häfen am Mittelmeer. Es geht darum, unsere Schlagkraft zu erhöhen. Hierfür sind verstärkt Kooperationen vonnöten, vor allem mit Hamburg und Bremen. Der Schlüssel zur engen Kooperation ist dabei die Digitalisierung der Häfen." Gemeinsames Ziel müsse es sein, so Minister Olaf Lies abschließend, insgesamt mehr Erstanläufe für die norddeutschen Häfen zu generieren.

Die komplette Presseinformation sowie das  Perspektivpapier "HAFEN NIEDERSACHSEN 2020" im Portal des Landes Niedersachsen finden Sie hier.